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Das Krainer Steinschaf - „Ötzi’s Haustier“

 

Geschichte

Die Krainer Steinschafe stammen in direkter Linie vom „Torfschaf“ ab. Sie sind damit eine der ältesten Schafrassen Europas. Überreste des „Schweizer Torfschafes“ wurden in den Pfahlbauten der Jungsteinzeit (ca. 4000 v.Chr) gefunden. Es ist die Zeit, in der "Ötzi" mit Pfeil und Bogen die Alpen durchstreifte und die meisten unserer Vorfahren noch als Jäger und Sammler lebten. Nach und nach begannen die Menschen, Tiere zu domestizieren. Schafe und Ziegen zählen zu den ältesten Nutztieren, die der Mensch sich vertraut gemacht hat. Und de Schaffamilie auf dieser Seite gehörte schon seit Beginn an dazu.

Das sind 6000 Jahre gemeinsame lebendige Kulturgeschichte.

Die Gruppe der Steinschafe wird heute in vier Rassegruppen eingeteilt

  • Krainer Steinschaf

  • Montafoner Steinschaf

  • Alpines Steinschaf

  • Tiroler Steinschaf

Alle vier Rassegruppen stehen heute auf der „Roten Liste“ der gefährdeten Haustierrassen, wobei das Krainer Steinschaf und das Montafoner Steinschaf die am ursprünglichsten erhaltenen Rassen sind. Ein deutliches Kennzeichen dafür sind die kleinen waagerecht stehenden Ohren dieser Tiere. Ein DNA-Vergleich der Universität Gießen konnte vor wenigen Jahren bei einer Untersuchung von Krainer Steinschafen des Zuchtbetriebes der Familie Rist/ Allgäu belegen, dass diese Tiere einer gemeinsamen Mutterlinie mit die Torfschafen der Jungsteinzeit angehören. Einige unserer Tiere stammen von dort. So zum Beispiel Lilly auf dem Foto nebenan - hier mit der etwa 3 Stunden alten Lara.

Beschreibung:

Das Krainer Steinschaf ist relativ klein und zierlich. Weibliche Tiere wiegen zwischen 35 und 50 kg, Widder der alten Blutlinien etwa 50-55 kg. Typisch ist eine gerades bis leicht gebogenes Nasenbein und die waagerecht stehenden Ohren. Beide Geschlechter gibt es hornlos und behornt. Das Wollvlies ist mischwollig in allen Farbschlägen und –mischungen. Die Wolle hat sehr gute Filzeigenschaften und wird auch in unserem Wollprojekt verarbeitet. Will man die Wolle zum Handspinnen benutzen, muss gut sortiert werden. Eine wunderbar lebendige Farbenvielfalt belohnt die Mühe.

Das Krainer Steinschaf wurde früher als Mehrnutzungsrasse gemolken und hat auch heute noch eine hohe Milchleistung. Mit dem Ostfriesischen Milchschaf ist das nicht vergleichbar, doch wiegen die Krainer Steinschafe auch nur etwa die Hälfte und sind gerade in Höhenlagen deutlich robuster. Krainer Steinschafe haben eine a-saisonale Brunst und beste Muttereigenschaften. Inzwischen wird das Krainer Steinschaf auch als das Milchschaf der Alpen bezeichnet und erfreut sich steigender Beliebtheit bei Selbstversorgern und Selbstvermarktern.

Wiederbelebung

Nur wenige Hundert Krainer Steinschafe konnten reinrassig im Gebiet des Triglav Nationalparks (Slowenien) überleben. Dort werden sie als Milchschaf zur Milch- und Käsegewinnung genutzt. In den 90er Jahren wurde verstärkt das Ostfriesische Milchschaf (OFM)eingekreuzt, um die Milchleistung zu erhöhen. Bei der konsequenten Umsetzung dieses Zuchtzieles wäre die Rasse verloren gewesen. In einer Rettungsaktion wurden einige Tiere nach Bayern gebracht. Im Allgäu fanden sie eine neue Heimat. Dort ist auch aktuell der Schwerpunkt der Krainer Steinschafzucht in Deutschland. Vereinzelt findet man die Krainer Steinschafe nun aber auch in Baden-Wüttemberg und den nördlicheren Bundesländern.

Auch in Slowenien hat sich der Bestand erfreulich stabilisiert. Da der Versuch OFM einzukreuzen sich nicht so sehr bewährt hatte, trifft man heute im Triglav Nationalpark auch verstärkt wieder Herden mit reinrassigen Krainer Muttern - dort wird es Bovec Schaf genannt.

Mehrere Tiere der ArcheSchäferei wurden in den letzten Jahren an melkende Betriebe abgegeben, von denen wir ausnahmslos positive Rückmeldungen erhalten haben. 

Steinschafmädel Candy 2014 - Foto: Anna Wilde

 

Moritz (M) - Jonas (M)  - Lisander (M)
 

Jakob als Jungbock (M)
 

Geronimo (F)
 

   

Die Wilde Hilde - hat ihre Drillinge problemlos ohne Zufütterung im Grünland aufgezogen. Eine Tochter ist inzwischen im Melkdienst in Hessen. Sohn Jakob bleibt als Zuchtbock im Betrieb

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Wie geht es weiter??

Es ist zu wünschen, dass mit der sich verbreitenden Anerkennung der Rasse als Milchschaf nun nicht neue Hürden bei der Erhaltungszucht aufgebaut werden. Vermehrt kommen Anfragen nach größerem Rahmen, großen Eutern, Milchmenge, Zweizitzigkeit, Hornlosigkeit etc.

Bei der heutigen Menge an Tieren (ca. 500-600 Herdbuchtiere in Deutschland) halten wir eine Selektionen auf spezielle Merkmale für deutlich zu früh! Generell stellt sich die Frage, ob man eine so uralte Rasse nun so "veredeln" soll und damit eventuell wichtige andere Rassemerkmale verliert. Freuen wir uns, dass diese schöne Rasse erhalten werden kann und uns so viel Freude bereitet. Lassen wir ihr Zeit, sich an sich verändernde Klimabedingungen und regionale Futterangebote anzupassen. Nutzen wir DIE Tiere, die entsprechende Merkmale bieten anstatt eine gesunde, anpassungsfähige und leistungsbereite Rasse umkrempeln und effizienter machen zu wollen.

Ich bitte daher alle Interessent/innen nun nicht die eierlegende Wollmilchsau zu erwarten - auch wenn wir von der Leistungsfähigkeit der Rasse sehr überzeugt sind. Die Zucht auf wenige spezielle Merkmale braucht viel Zeit und auch einige Mühen - und sie ist einer Rasse nicht immer dienlich.

Für melkende Betriebe sind solche Anfragen verständlich, doch nicht jeder der Krainer Steinschafe halten möchte wird ins Milchgeschäft einsteigen. Wir sind noch auf einem sehr labilen Level mit den Tierzahlen. Die aktuelle Frage lautet wohl nicht "Was können die Steinschafe für uns tun?" sondern viel eher

"Was können wir für die Steinschafe tun?!"

 

Die Zuchtziele der ArcheSchäferei 

Das sind die Eigenschaften, die ich so an ihnen schätze und erhalten möchte:

  • Erhalt eine der ältesten Schafrassen Mitteleuropas mit 6000 Jahre alter Genetik
  • genetische Vielfalt auch innerhalb der Population: Einsatz verschiedener Böcke und Bocklinien sowie breite Genetik in der Mutterschafherde
  • robuste, gesunde Schafe mit gutem Fundament und besten Muttereigenschaften
  • freundliche menschenbezogene und entspannte Tiere - bei Mutterschafen und Böcken
  • Grundfuttertauglich (Weide, Heu, Öhmd - keine Silagefütterung, kein Kraftfutter)
  • Geländetauglich
  • Parasitentolerant
  • Wetterfest
  • und wunderschön sind sie ja sowieso

 

aktuelle Zuchtböcke

Jakob (M) Nachzucht Jonas

Mika (M) Nachzucht Moritz - Merlin

Amadeus (A)

 

ehemalige Zuchtböcke

Moritz (M)

Merlin (M)

Jonas (M)

Geronimo (F)

Colja (C)

 

Nachwuchs Merlin aus 2014 siehe Kinderstube

 

Nachwuchs Amadeus aus 2016

alle Farben von schwarz bis weiß und wunderschöne Appaloosa Scheckungen

Mozart

Crows Aquaski

Cocos Ayko

Candy mit Candys White Chokolate, 4 Stunden alt

 

 

 

 

  Colja (C) - Amadeus (A)  
   

Cazoo mit Amy und Amigo